NACHDENKEN! WAS HEISST HIER MODERN? VOM UMGANG MIT DER MODERNE.

KAP_Moderne

DAS KAP FORUM MIT 3 VERANSTALTUNGEN ZU GAST IN DER KYOTOBAR

„In Fortsetzung der spannenden Reihe »Klug Bauen« im letzten Jahr, gehen wir diesmal in der Kyotobar der Frage nach, was »Die Moderne« heute für uns bedeutet. Der Begriff ist vor allem in Deutschland ideologisch besetzt. Entsprechend schwierig gestaltet sich zuweilen der Dialog. Einerseits die Gralshüter der Moderne, die sich u.a. auf ein fixiertes Gestaltungskonzept des Bauhauses beziehen, andererseits ein beliebiger Umgang mit dem Begriff der Moderne, der alles möglich macht und der jeweiligen Mode das Wort redet. Versuchen wir, mit Neugier und mit offenem Geist, das Thema für uns auszuloten. Getreu dem Motto Francis Picabias: Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.“

 

DONNERSTAG, 15. SEPTEMBER, 19H

MODERNISIERTE MODERNE.
DAS AMERIKAHAUS IN BERLIN                                                                                                             

Meyer Voggenreiter
mvprojekte, Köln
http://www.mvprojekte.de

Felix Hoffmann
Hauptkurator C/O Berlin Foundation, Amerika Haus
http://www.co-berlin.org


MODERATION / LEITUNG

Andreas Grosz
Leiter KAP Forum
Architecture & Urban Development, Köln                                                                                                                                           

Prof. Johannes Schilling
Schilling Architekten, Köln                                                                                                                           

 

ANMELDUNG
Bitte schreiben Sie eine E-Mail an
anmeldung@kap-forum.de                                                                                                                                                                                                                                            

KAP_Nachdenken          

 

VORSCHAU

DONNERSTAG, 06. OKTOBER 2016, 19 H

KONSEQUENT
MODERN                                                                                                                                        

Prof. Johannes Schilling
Schilling Architekten, Köln
http://www.schilling-architekten.de

 

DONNERSTAG, 17. NOVEMBER 2016, 19 H

REVISITING MODERNISM

Prof. Alexander Schwarz
David Chipperfield Architects,  

Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin
http://www.davidchipperfield.co.uk

 

                                                                                                                 

                                                                                                                                                                         

 

BLICK VON AUSSEN

5 DIPLOMARBEITEN AN DER TU EINDHOVEN (NL) ZU KÖLNER STANDORTEN

 

AUSSTELLUNG  19. MAI – 17. JUNI

ERÖFFNUNG AM DONNERSTAG, DEN 19. Mai, 19 UHR

Diskussion unter Leitung von Anne-Julchen Bernhardt

 

Der Rhein, das Kreuz der Römer Hauptstraßen, der Dom und die Stelle der früheren Stadtmauer aus dem Mittelalter bilden zusammen das Gerüst (oder ‘Schema’) der Kölner Stadtfigur. Die Art wie diese Figur von Architektur artikuliert wird kann als das Resultat eines kontinuierlichen, modernisierenden Weiterbauens verstanden und gelesen werden.

In drei Diplomateliers und ein Masterprojekt der TU Eindhoven, 2011-2015, mit insgesamt 40 Architekturstudenten, wurden Standorte studiert, wo zahlreiche Ideen und Bemühungen ‘eingeschrieben’ sind in der Kölner Stadtfigur, die diese Figur in Zusammenhang mit den Bauten, so wie die Stadt heute gebaut ist, lesbar machen. Die teilweise dagewesene, und teilweise ersehnte, beide eingeschriebene Konzepte sollten, sozusagen, nur zeitgemäß ‘aktiviert’ werden, um die Stadtfigur optimaler gestalten zu können. Fünf Ergebnisse werden hier ausgestellt. Es geht um:

1.) Rudolfplatz und Brückenkopf Deutzer Brücke als Orte wo es gewünscht ist die Ost-West-Achse städtebaulich architektonisch optimaler zu markieren. Die Konturen dafür haben Speer und Partner neu definiert, und in der Weiterbearbeitung sind möglicherweise Faszinationen ein zu beziehen die an beiden Orte ‘eingeschrieben’ sind. Zwei Übungen, um jene Kontouren und veranlagte Ideen architektonisch ‘auszuschreiben’, zeigen die Diplomarbeiten von Yuri Buteyn und Murat Arslan.

2.) Die WDR Bauten in der Innenstadt. Diese könnten viel stärker – als wie sie es heute in das Erlebnis der Stadt leisten – den Klammer bilden zwischen den aktuellen und den historischen Variant von Cardo Maximus in der Kölner Stadtfigur. Die Diplomarbeiten von Thomas Grievink, Sven Jansse und Faye Hermens öffnen dazu eine Perspektive.

Die fünf ausgestellten Diplomarbeiten nehmen die moderne Architektur Kölns aus der Zeit vor und nach dem 2. Weltkrieg als Anregung für das Weiterbauen an der Stadt. In dieser Auseinandersetzung wird deutlich, dass der Begriff der modernen Architektur widersprüchlich besetzt wird.

Die Diplomarbeit von Thomas Grievink (*1987, Dordrecht NL) bezieht sich auf den Mies van der Rohe-Hof-Typus des LVR (Landschaftsverband Rheinland) Landeshauses am Rhein. Dieser Typus wird angewendet als Überbrückung der Nord-Süd-Fahrt, direkt neben dem WDR Archivhaus. Es entsteht eine Bürolandschaft oberhalb der Straße, in die man als Fußgänger, Fahrrad- und Autofahrer hineinblicken kann.

In den vier anderen Diplomarbeiten wird die Art relativiert oder ihr radikal widersprochen, wie einige Fachleute bestimmte Beispiele der Kölner Wiederaufbauarchitektur als ‘richtig modern’ bewertet haben, im Gegensatz zu anderen Beispielen die sie als ‘nicht richtig modern’ bezeichnet haben.

Die Diplomarbeit von Faye Hermens (*1987, Geleen NL) ist eine Würdigung des Blau-Gold-Hauses gewidmet, während Walter Prigge dieses Haus am Domplatz negativ bewertet hat (als Gegenbeispiel für seine positive Bewertung der Bauhaus-Mentalität des LVR Landeshauses).

Ebenso zeigt die Diplomarbeit von Sven Jansse (*1987, Rotterdam NL), wie ein ‘katholischer’ (= eklektizistischer) Hauch in der sachlichen Architektur Kölns als eine positive Anregung genommen werden kann für das Weiterbauen an der Stadt. Jansse schlägt vor statt USA-Bauhaus (= Mies van der Rohe in den USA) eher zum Beispiel Oscar Niemeyer’s Brasilianischer Architektur als Bezugsmöglichkeit zu wählen, um in der Stadt die urbane Klammer der WDR-Bauten ab Wallrafplatz bis zum WDR-Archivhaus teilweise als Aussichtsplatz zu gestalten, der sich einige Etagen oberhalb vom Erdgeschoss befindet. Von diese für Fußgänger zugänglicher Ebene kann die Stadtfigur als Ganzes wahrgenommen werden.

Aber auch anstatt ‘weniger Bauhaus’ kann manchmal, an anderen Stellen in der Stadt, gerade etwas mehr Bauhaus-Didaktik (in der Art von Paul Klee’s Gleichgewichts- und Oskar Schlemmer’s Szenografie-Übungen) sinnvoll sein. Die Diplomarbeit von Yuri Buteyn (*1985, Maastricht NL) schlägt einen neuen Baukörper neben dem Maritimhotel vor. Das künstlerische Erbe Gottfried Böhm’s und dessen organischer Gestaltungsart wird erneut Richtung Bauhaus (so wie Böhm selbst angefangen hat) orientiert, um hier – zusammen mit dem Maritimhotel als Brückenkopffigur – elegant und leicht zu wirken. 

Die Diplomarbeit von Murat Arslan (*1987, Göksun TR) nimmt die von Speer und Partner vorgeschlagene Kontur eines Hochhauses am Rudolfplatz als Unterbau, passt diese Kontur an, mit abgerundete Formen, und reaktiviert damit die Modernität des ehemaligen Opernkaffees (das an diesem Ort, auf der anderen Seite der Straße stand).

Jos Bosman, TU Eindhoven

Kontakt : jos.bosman@tue.nl, +31 6 289 83 185

 

KLUG BAUEN #2

Umbauen. Anbauen. Ausbauen.

KAP FORUM ZU GAST IN DER KYOTOBAR

MITTWOCH, 04. NOVEMBER 2015, 19.00 Uhr

REFERENTEN

Michaela Wolf und Gerd Bergmeister,

Bergmeisterwolf architekten, Brixen / Wien

Jochen Reetz, Dipl.-Ing. Architekt, diiip, Köln

 

MODERATION

Andreas Grosz, KAP Forum für Architektur Technologie Entwurf

Prof. Johannes Schilling,  Schilling Architekten

Klug Bauen. Unter diesem Motto hat das KAP Forum an zwei Abenden jeweils zwei Büros eingeladen, die es verstehen, mit vergleichsweise geringen Mitteln eine hohe bauliche wie ästhetische Qualität zu erzeugen. Hier geht es einmal nicht um Großprojekte, sondern eher um das Schwarzbrot alltäglicher und auch kleinmaßstäblicher Projekte, die nicht weniger anspruchsvoll und herausfordernd sind. Ein Blick durch das Brennglas in die Kernarbeit des architektonischen Schaffens: Klug Bauen!

                                                                                                       anmeldung@kap-forum.de

KLUG BAUEN #1

UMBAUEN. ANBAUEN. AUSBAUEN.

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KAP FORUM ZU GAST IN DER KYOTOBAR

MITTWOCH,  21.OKTOBER 2015, 19.00 UHR

REFERENTEN
Prof. Dipl.-Ing. Anne-Julchen Bernhardt und
Prof. Dipl.-Ing Jörg Leeser,
BeL – Sozietät für Architektur BDA, Köln
Andree Weißert, Dipl.-Ing. Architekt,
saw Studio für Gestaltung Andree Weißert, Berlin

MODERATION
Andreas Grosz,
KAP Forum für Architektur Technologie Design
Prof. Johannes Schilling,    Schilling Architekten

Klug Bauen. Unter diesem Motto hat das KAP Forum an zwei Abenden jeweils zwei Büros eingeladen, die es verstehen, mit vergleichsweise geringen Mitteln eine hohe bauliche wie ästhetische Qualität zu erzeugen. Hier geht es einmal nicht um Großprojekte, sondern eher um das Schwarzbrot alltäglicher und auch kleinmaßstäblicher Projekte, die nicht weniger anspruchsvoll und herausfordernd sind. Ein Blick durch das Brennglas in die Kernarbeit des architektonischen Schaffens: Klug Bauen!

                                                                                anmeldung@kap-forum.de

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MOFF – Kölner Künstler im Gespräch

5 JAHRE MOFF

Jubiläumsveranstaltung zu Gast in der KYOTOBAR

SONNTAG, 19.10.2014, 15H-22H

http://www.moff-magazin.de/

Filmbeiträge von Boris Becker, Uschi Huber, Yvonne Klasen, Tamara Lorenz und Johanna Reich / Installation im Innenraum von Klaus Kleine / Performance von Stefanie Klingemann/ Installationen im öffentlichen Raum von Allan Gretzki, Alexander Edisherov und Katherina Kuznetcowa, Max Erbacher, Carola Keitel und Christiane Rasch

16 Uhr     Vortrag des Kölner Architekt Martin Bachem über seine Arbeit „Stadtplastik“, ein visionäres Bild von Köln, die an die monumentalen Utopien der Moderne zu Beginn des 20. Jahrhunderts denken lässt.

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20 Uhr     Konzert von Sculptress of Sound

AUDIO-PERFORMATIVE INSTALLATION, Julia Brünnagel, Tamara Lorenz, Patricia Köllges

  

                      

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Allan Gretzki, GEKLAUTE WARNFAHNE DIN EN 471, Performance, 2014  

                

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Carola Keitel, NASSAUER, Stahl pulverbeschichtet, 140x90cm, 2013

 

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Max Erbacher, Zwilling, Gips, 2014