Kategorie: Ausstellung

Wer ist Moby Dick?

Eröffnung am Freitag, den 05. Juli 2013 ab 19:00 Uhr

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Moby Dick ist ein Stück Weltliteratur, ein Mythos, ein Gespenst. Bald zehn Jahre widmet Michael Nowottny sich in seinem Projekt „Moby Dick“ der künstlerischen Umsetzung des Stoffs aus dem Roman Herman Melvilles (1851). Theater, Happenings, Lesungen – alles fließt ein. In der ihnen eigenen Konsequenz erzeugen die Inszenierungen ein wahres Bild, dem sich Nowottny nähert wie Ahab dem Wal.

Im Mittelpunkt seiner Ausstellung in der KYOTOBAR, dem Projektraum der Architekten Schilling, steht ein Modell vom Kölner Ebertplatz mit einem riesigen Walkopf. Es ist der Entwurf und gleichzeitig der Beginn vom Ende einer langen Reise zu Moby Dick. Der gestrandete Wal, sein Kopf von Ahab als „Die Sphinx“ beschrieben, soll mitten in der Stadt liegen…

„Die Sphinx steht für das Gedächtnis der Wale. Aber sie schweigen. Obwohl sie soviel von der Welt und ihren Geschichten erfahren haben, die im kollektiven Gedächtnis der Menschheit allenfalls kurze Streifzüge sind. Die Walwelt ist so archaisch wie mystisch.“(Jan Sting, Ausstellungskatalog Schicksal, Kulturwerft Ruhrort, Duisburg 2012)

Kyotoplatz / KYOTO.KÖLN

Samstag, 08.06.2013, 17:30 Uhr
50 Jahre Städtepartnerschaft Köln – Kyoto!
Zu diesem Anlass wird am 8. Juni 2013, gg. 17.30h der bisher namenlose Platz vor unserer Haustür, der seit 1972 Standort des Freundschaftsdenkmals der Partnerstädte Kyoto und Köln ist, als neuer Kyotoplatz aus der Taufe gehoben.
Feiern Sie mit uns die offizielle Einweihung durch die Stadt Köln in Anwesenheit der japanischen Gastdelegation und der Oberbürgermeister beider Partnerstädte, Herrn Jürgen Roters und Herrn Daisaku Kadokawa.
Anschliessend laden wir in unseren Ausstellungsraum KYOTOBAR  zur Präsentation des druckfrischen Kataloges KYOTO.KÖLN. Der Katalog stellt das Konzept von KYOTO.KÖLN vor und dokumentiert die Projekte KYOTO.KÖLN RESIDENCY und KYOTOPLATZ.
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weitere Veranstaltungen im Rahmen des Jubiläums finden Sie unter

KYOTO.KÖLN / Soshi Matsunobe

13. Apr – 25. Mai 2012

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KYOTO.KÖLN

Ausstellungsbilder

Soshi Matsunobe

Desislava Eick Art Consulting

SuperWindowProject

 

Soshi Matsunobe

geboren/born in 1988 in Kumamoto,Japan
lebt/lives in Kyoto
2011
My Stones [KOBE Biennale 2011, Under the elevated railroad Art Project / Hyogo, Japan]
2010
Nissed [ART OSAKA (Art Fair) , Dojima Hotel / Osaka, Japan]
Direction of Materials [Super Window Project™ & Gallery / Kyoto, Japan]
2009
Op [„CUBIC“gallery ITEZA / Kyoto, Japan]
Nissed [„CUBIC“gallery ITEZA / Kyoto, Japan]

GRUPPENAUSSTELLUNGEN / GROUP EXHIBITIONS
2011
DROP ME! [nitehi works, Wakaba-cho / Kanagawa, Japan]
MATSUNOBE / SUZUKI / TANAKA, UNE FENETRE JAPONAISE [GALERIE DE MULTIPLES / Paris, France]A CONVERSATION WITH, MATHIEU MERCIER, TAKAAKI IZUMI ,YUKI KIMURA ,SOSHI MATSUNOBE, KAZU OSHIRO, KOKI TANAKA , ABOUT ABSTRACT OBJECTS [MUZZ PROGRAM SPACE / Kyoto, Japan] Contemporary Art of Taro Okamoto Award [OKAMOTO TARO MUSEUM / Kanagawa, Japan]
2010
Artissima 17 (Art Fair) [Itary, Torino]
Emerging Asian Artists (art gwangju2010) [KDJ Convention Center / Gwangju, Korea]
2008
one room’08 [Kyoto Saga University of Arts CLUB BOX / Kyoto, Japan]
2007
Kiryu Saien13 [Gunma Prefecture Kiryu City / Gunma, Japan]
ART UNIV. 2007 [RISSEI grade school -old times- / Kyoto, Japan]

http://www.matsunobe.net/work_2012/schema.html

KYOTO IN KÖLN / Platzkonzept Schilling Architekten

Der kleine dreieckige Platz vor der Stadtmauer am Gereonswall wurde in den 60er Jahren beim Bau der Nord-Süd Fahrt an der Südkante aufgebrochen um eine Verbindung stadtauswärts zum Kümpchenshof zu schaffen. (s. Anhang Plan Stübben, Luftbilder aus der Nachkriegszeit)

Den neuen Strassenzug Kyotostrasse begleitend wurde der nun an einer I Seite offene Platz mit zeittypischen Waschbetonelementen möbliert.

Auch an der Kante zum Klingelpützpark finden sich verwandte Elemente von vergleichbar hoher Qualität.

1972 wurde auf dem namenlosen Platz als Geschenk der Partnerstadt Kyoto ein Denkmal eingeweiht. Es symbolisiert die freundschaftliche Verbundenheit der beiden Städte in Anlehnung an ein traditionell japanisches Brückendetail.

5 Bäume geben dem Platz räumlichen Halt und Aufenthaltsqualität. Es handelt sich um drei Ahornbäume, eine Esche und eine stark geschädigte Catalpa.

Leider ist die hier 5-spurige Nord-Süd-Fahrt so dominant, dass der an sich sehr liebenswürdige Platz nur schlecht zur Geltung kommen kann.

Mit einer Rauminstallation anlässlich der Plan 2002 haben wir den Versuch unternommen, diese Schwäche temporär mit einem textilen Wandschirm von ca. 24m Länge an der Südseite zu beheben. Ausserdem wurde die Fläche von roten Scheinwerfern beleuchtet und die Litfasssäule einbezogen. So konnte der Bereich für ein paar Tage in seiner eigenständigen Qualität erfahrbar werden.

Eine dauerhafte Abschirmung der Platzfläche könnte durch eine Abpflanzung erreicht werden. Thematisch orientiert an Kyoto wäre eine lichte Bambusreihe denkbar, die ganzjährig grün den Blick beiderseits fängt und durch ihre freundliche Anmutung der Situation einen positiven Impuls geben könnte.

Das im Jahr 2013 anstehende 50 jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft mit Kyoto würde einen guten Anlass bieten, sich hier der Verbesserung des öffentlichen Raumes anzunehmen.

http://www.kyotokoeln.de/index.php/kyotoplatz